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Weitere Informationen zu: Ferdinand Hodlers „Selbstbildnis, lächelnd V“

Ferdinand Hodlers „Selbstbildnis, lächelnd V“ zeigt den Künstler als konzentrierten, zugleich menschlich nahen Beobachter seiner selbst. Das Brustbild lebt von der direkten Präsenz des Gesichts, dem dichten Bart und dem leichten Lächeln, das dem Porträt eine ungewöhnlich offene Stimmung gibt.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1916, in Hodlers Spätzeit, als der Schweizer Maler seine Bildnisse immer stärker auf Ausdruck und Essenz verdichtete. Das Ölgemälde befindet sich im Kunstmuseum Bern und gehört zu den reifen Selbstbildnissen, in denen Hodler Alter, Würde und künstlerische Selbstreflexion zusammenführt. Die kompakte Form des quadratischen Formats unterstützt diese Konzentration auf Kopf und Oberkörper.

Bildkomposition und Details

  • Bildausschnitt:Der enge Zuschnitt auf Brustbild und Gesicht bündelt die Aufmerksamkeit vollständig auf die Physiognomie.
  • Farbigkeit:Warme Braun-, Beige- und Hauttöne bestimmen den Gesamteindruck und verleihen dem Bild eine ruhige, fast intime Atmosphäre.
  • Ausdruck:Das leichte Lächeln und der wache Blick lösen das Selbstbildnis aus der Strenge klassischer Porträtauffassung.
  • Malweise:Hodler arbeitet mit klaren Flächen und einer reduzierten Modellierung, wodurch die Form prägnant und doch lebendig wirkt.

Bedeutung

„Selbstbildnis, lächelnd V“ ist mehr als eine bloße Selbstdarstellung: Es verdichtet Hodlers spätes Menschenbild zu einem stillen, selbstbewussten Zeichen der Individualität. Das Werk verbindet psychologische Nähe mit einer formalen Klarheit, die für Hodlers Kunst typisch ist.

Beratung und individuelle Anfragen

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