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Weitere Informationen zu: Ida Gerhardis „Selbstbildnis IV“

Ida Gerhardis „Selbstbildnis IV“ wirkt zugleich nahbar und souverän. Die Künstlerin zeigt sich in einer hellen, konzentrierten Atelieratmosphäre, deren ruhige Farbigkeit die Aufmerksamkeit ganz auf Gesicht, Haltung und Ausstattung lenkt. Das Bild ist weniger Momentaufnahme als sorgfältig inszenierte Selbstvergewisserung.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1907, in einer Phase, in der sich Gerhardi als eigenständige Malerin profilierte. Das Ölbild auf Leinwand gehört in den Kontext ihrer Selbstbildnisse, die immer auch künstlerische Rollenbilder verhandeln. Überliefert ist die Arbeit heute im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster, wo sie als wichtiges Zeugnis weiblicher Kunstproduktion um 1900 steht.

Bildkomposition und Details

  • Atelierbezug:Die offene, helle Umgebung verweist auf den Arbeitsraum der Künstlerin und gibt dem Porträt eine sachliche Nähe zum künstlerischen Alltag.
  • Farbklang:Beige- und Weißtöne prägen den Gesamteindruck und verstärken die stille, fast asketische Wirkung des Bildes.
  • Figurenpräsenz:Hut, Schleier, Brille und Handschuhe strukturieren die Darstellung und betonen den bewussten Auftritt der Malerin.
  • Selbstinszenierung:Der Blick und die aufrechte Haltung machen das Werk zu einem Bild von Identität, Würde und professionellem Selbstbewusstsein.

Bedeutung

„Selbstbildnis IV“ ist mehr als ein Porträt: Es formuliert ein Bild der Künstlerin als reflektierte, moderne Persönlichkeit. Gerade in der Verbindung von Privatheit und repräsentativer Strenge liegt die besondere Spannung dieses Werks.

Beratung und individuelle Anfragen

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