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Weitere Informationen zu: Paul Gauguins „Oranges et citrons avec vue sur Pont-Aven“

In „Oranges et citrons avec vue sur Pont-Aven“ verbindet Paul Gauguin ein Stillleben mit einem Fensterblick und schafft daraus eine ruhige, zugleich spannungsreiche Bildordnung. Die leuchtenden Früchte im Vordergrund stehen in starkem Kontrast zur Landschaft im Hintergrund, wodurch Innenraum und Außenwelt eng aufeinander bezogen werden.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1890, also in einer Phase, in der Gauguin nach neuen, vereinfachten Bildformen suchte und sich von der unmittelbaren Naturbeobachtung zunehmend löste. Die Ölmalerei auf Leinwand gehört in den Kontext der Schule von Pont-Aven, deren dekorative Flächigkeit und klare Konturen für seine Kunst besonders wichtig wurden. Heute befindet sich das Bild im Museum Langmatt in Baden (Schweiz).

Bildkomposition und Details

  • Stillleben und Ausblick: Der Tisch mit Orangen, Zitronen und Tasse bildet den ruhigen Vordergrund, während das Fenster den Blick in die Ferne öffnet.
  • Farbkontrast: Warme Gelb- und Orangetöne prägen das Bild und setzen sich gegen dunklere, gedämpfte Partien deutlich ab.
  • Flächige Ordnung: Gauguin vereinfacht Formen und Räume zu klaren, beinahe dekorativen Bildfeldern.
  • Bildwirkung: Die Verbindung von Alltagsgegenständen und Landschaft verleiht dem Werk eine stille, nach innen gekehrte Atmosphäre.

Bedeutung

Das Bild zeigt exemplarisch, wie Gauguin das traditionelle Stillleben in Richtung einer symbolisch verdichteten Moderne weiterentwickelte. Gerade die Verbindung von Früchten, Gefäß und Landschaft macht den besonderen Reiz dieses Werks aus.

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