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Weitere Informationen zu: Egon Schieles „Mauer und Haus vor hügeligem Gelände mit Zaun“

Ein niedriges Gehöft duckt sich vor einer aufragenden, dicht bewachsenen Hügelflanke, deren Farben wie in Schollen aufgetragen sind. Ein schmaler Zaunpfahl zieht sich diagonal durchs Bild und gliedert die dichte Fläche.

Entstehungshintergrund

Schiele malte diese Landschaft 1911 in Öl auf Leinwand, in einer Phase, in der er sich zunehmend von akademischer Naturwiedergabe löste. Motive aus dem ländlichen Niederösterreich dienten ihm dabei häufig als Ausgangspunkt für eine verdichtete, fast abstrakte Bildsprache. Das Werk gehört heute zur Sammlung des Leopold Museums in Wien.

Bildkomposition und Details

  • Architektur: Helle Mauerflächen und ein dunkler Torbogen bilden das ruhende Zentrum der Komposition.
  • Hügel: Grün-, Braun- und Rottöne verdichten sich zu einer beinahe reliefartigen Fläche.
  • Zaun: Ein schmaler heller Pfahl durchschneidet diagonal die dichte Bildfläche.
  • Pinselführung: Kräftige, pastose Striche verleihen der Oberfläche eine spürbare Textur.

Bedeutung

Das Bild zeigt, wie Schiele bereits 1911 Landschaft zu einem eigenständigen, formal verdichteten Bildgegenstand machte.

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