Zum Inhalt springen
Kostenloser Versand nach Deutschland

Weitere Informationen zu: Egon Schieles „Der Prophet. Doppelselbstbildnis“

Eine hagere Gestalt tritt aus dunklem Grün hervor, hinter ihrer Schulter erscheint ein zweites, geisterhaftes Gesicht. Das Bild wirkt wie ein Dialog des Künstlers mit sich selbst.

Entstehungshintergrund

Schiele malte das Werk 1911, in den Jahren nach der Gründung der Neukunstgruppe, als er sich intensiv mit Themen wie Tod, Verwandlung und dem eigenen Körper auseinandersetzte. Die Verdopplung des Selbstbildnisses steht in einer Reihe verwandter Arbeiten dieser Zeit, in denen Schiele sein Spiegelbild als fremdes Gegenüber inszenierte. Das Gemälde gehört heute zur Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart.

Bildkomposition und Details

  • Körper: Der schmale, ausgemergelte Torso mit betontem Rippenbogen macht Verletzlichkeit sichtbar.
  • Zweites Gesicht: Eine geisterhafte zweite Kopf hinter der Schulter verdoppelt die Figur.
  • Farbklima: Dunkles Grün und Braun erzeugen eine morbide, fast nächtliche Stimmung.
  • Markierungen: Rote Punkte an der Brust setzen kleine, intensive Farbakzente.

Bedeutung

Das Doppelselbstbildnis zählt zu den eindringlichsten Selbstbefragungen des jungen Schiele und zeigt seine Auseinandersetzung mit Identität und Vergänglichkeit.

Beratung und individuelle Anfragen

Sie suchen ein bestimmtes Kunstwerk oder haben besondere Wünsche? Gerne unterstützen wir Sie persönlich bei der Auswahl und helfen Ihnen dabei, das passende Motiv für Ihr Zuhause oder Ihr Projekt zu finden.

Zum Kontakt