Zum Inhalt springen
Kostenloser Versand nach Deutschland

Weitere Informationen zu: Paul Gauguins „Autoportrait à l'idole“

In diesem Selbstbildnis verbindet Paul Gauguin das eigene Porträt mit einer kleinen Götterfigur zu einem Bild von großer Spannung. Das Werk wirkt zugleich persönlich und symbolisch: Der Künstler präsentiert sich als nach innen gekehrte, aber selbstbewusste Persönlichkeit vor einer Welt voller Anspielungen auf Religion, Exotik und Identität.

Entstehungshintergrund

„Autoportrait à l'idole“ entstand 1891, in einer Phase, in der Gauguin seine Kunst radikal von akademischen Traditionen löste. Das Ölbild gehört zu den Werken, in denen er die Reise in den Süden und die Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen in eine neue Bildsprache überführt. Heute befindet es sich im McNay Art Museum in San Antonio.

Bildkomposition und Details

  • Selbstinszenierung:Gauguin zeigt sich im Halbprofil mit markantem Bart und konzentriertem Blick; die Darstellung ist bewusst verdichtet und fern realistischer Zufälligkeit.
  • Symbolische Figur:Die kleine Idol- oder Statuettenfigur im Bildraum setzt einen deutlichen Akzent und erweitert das Porträt um eine geistige Ebene.
  • Farbklang:Dunkle Braun- und Grüntöne dominieren die Fläche und schaffen eine ruhige, erdige Stimmung mit leichter Fremdheit.
  • Flächigkeit:Die vereinfachte Formgebung und die klare Kontur führen den Blick auf Gesicht und Figur, nicht auf räumliche Tiefe.

Bedeutung

Das Bild ist mehr als ein Selbstporträt: Es zeigt Gauguins künstlerisches Programm, das Persönliches, Mythisches und Kulturelles bewusst verschränkt. Gerade diese Mischung aus Intimität und Sinnbild macht „Autoportrait à l'idole“ zu einem wichtigen Zeugnis des Post-Impressionismus.

Beratung und individuelle Anfragen

Sie suchen ein bestimmtes Kunstwerk oder haben besondere Wünsche? Gerne unterstützen wir Sie persönlich bei der Auswahl und helfen Ihnen dabei, das passende Motiv für Ihr Zuhause oder Ihr Projekt zu finden.

Zum Kontakt