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Impression, Sonnenaufgang von Claude Monet, 1872

Claude Monet: Die 10 berühmtesten Bilder des Impressionisten

Ohne Claude Monet gäbe es das Wort „Impressionismus“ nicht. Eines seiner Bilder lieferte 1874 den Namen für die neue Malerei, die Licht, Farbe und den flüchtigen Augenblick in den Mittelpunkt stellte. Monet blieb dieser Idee sein Leben lang treu – von den ersten Bildern unter freiem Himmel bis zu den riesigen Seerosen seiner letzten Jahre. Hier sind seine zehn berühmtesten Werke.

Claude Monet auf einen Blick

Geboren 14. November 1840 in Paris
Gestorben 5. Dezember 1926 in Giverny
Stil Impressionismus (Begründer und Namensgeber)
Wichtige Orte Le Havre, Paris, Argenteuil, Étretat, Giverny
Bekannteste Serien Heuhaufen, Kathedrale von Rouen, Londoner Parlament, Seerosen
Größte Sammlung Musée Marmottan Monet, Paris

Vom Karikaturisten zum Lichtmaler

Monet wuchs in der Hafenstadt Le Havre auf und verdiente als Jugendlicher mit Karikaturen erstes Geld. Der Landschaftsmaler Eugène Boudin überredete ihn, im Freien zu malen – eine Erfahrung, die alles veränderte. In Paris lernte Monet Renoir, Sisley und Bazille kennen. Gemeinsam suchten sie eine Malerei, die nicht im Atelier entsteht, sondern draußen vor dem Motiv: schnell, hell, mit sichtbaren Pinselstrichen. Die offiziellen Ausstellungen des Pariser Salons lehnten ihre Bilder immer wieder ab.

1. Impression, Sonnenaufgang (1872)

Der Hafen von Le Havre im Morgendunst, ein paar Boote als dunkle Silhouetten, darüber eine orangerote Sonne: Mehr braucht Monet nicht. Das kleine Bild zeigte er 1874 auf der ersten gemeinsamen Ausstellung der Gruppe in Paris. Der Kritiker Louis Leroy nahm den Titel zum Anlass, die ganze Gruppe spottend „Impressionisten“ zu nennen – und der Name blieb. Heute hängt das Bild im Musée Marmottan Monet in Paris; 1985 wurde es von dort gestohlen und erst fünf Jahre später wiedergefunden.

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2. Die Elster (1868/69)

Eine verschneite Landschaft in der Normandie, ein Holzzaun, auf dem eine einzelne schwarze Elster sitzt. Was auf den ersten Blick weiß wirkt, ist bei Monet voller Farbe: Die Schatten im Schnee sind blau und violett. Der Salon lehnte das Bild 1869 ab – heute gehört es zu den beliebtesten Werken im Musée d’Orsay.

3. Mohnfeld bei Argenteuil (1873)

In den 1870er-Jahren lebte Monet in Argenteuil an der Seine. Hier entstand das Mohnfeld: Eine Frau mit Sonnenschirm und ein Kind gehen durch eine Wiese voller roter Mohnblumen, die Monet als leuchtende Farbtupfer setzt. Das Paar taucht zweimal auf – oben auf dem Hügel und unten im Vordergrund, als würde das Bild einen Spaziergang erzählen. Vermutlich sind es Monets Frau Camille und Sohn Jean. Das Bild hängt im Musée d’Orsay.

4. Frau mit Sonnenschirm (1875)

Camille steht auf einer Anhöhe, der Wind spielt mit ihrem Schleier und dem weißen Kleid, Sohn Jean schaut hinter dem Hügel hervor. Monet malte die Szene von unten, gegen den hellen Himmel – so wirkt sie wie ein festgehaltener Moment. Das Bild hängt in der National Gallery of Art in Washington. Jahre später, nach Camilles frühem Tod, griff Monet das Motiv mit seiner Stieftochter Suzanne noch einmal auf.

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5. Der Bahnhof Saint-Lazare (1877)

Monet malte nicht nur Natur, sondern auch die moderne Welt. 1877 mietete er eine Wohnung nahe dem Pariser Bahnhof Saint-Lazare und erhielt die Erlaubnis, in der Halle zu malen. Es entstand eine Serie von rund einem Dutzend Bildern: Dampf, Rauch und Licht unter dem Glasdach, Lokomotiven als dunkle Massen. Die bekannteste Fassung hängt im Musée d’Orsay.

6. Die Felsen von Étretat (1883–1886)

Die weißen Kreidefelsen und Felsbogen von Étretat an der Normandie-Küste zogen Monet immer wieder an. Bei mehreren Aufenthalten malte er sie bei Sturm, bei ruhiger See und im Abendlicht – oft aus schwindelerregenden Perspektiven direkt am Klippenrand.

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7. Die Heuhaufen (1890/91)

Mit den Heuhaufen (oft auch Getreideschober genannt) begann Monets große Zeit der Serien. Auf einem Feld bei Giverny malte er dieselben Schober wieder und wieder: im Sommer und im Winter, am Morgen und bei Sonnenuntergang, im Nebel und im Schnee. Rund 25 Bilder entstanden. Als der Kunsthändler Durand-Ruel sie 1891 zeigte, waren sie innerhalb weniger Tage verkauft. Monet hatte bewiesen, dass nicht das Motiv zählt, sondern das Licht.

8. Die Kathedrale von Rouen (1892–1894)

Noch radikaler wurde Monet mit der Kathedrale von Rouen. Aus einem Fenster gegenüber der Fassade malte er über 30 Ansichten der gotischen Kirche – im blauen Morgenlicht, in der weißen Mittagssonne, in der braunen Dämmerung. Der Stein löst sich in farbiges Licht auf. Mehrere Fassungen hängen heute im Musée d’Orsay.

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9. Das Londoner Parlament (1900–1905)

Monet liebte London – vor allem den Nebel. Von einem Krankenhausbalkon gegenüber der Themse malte er die Houses of Parliament in immer neuen Stimmungen: als dunkle Silhouette vor glutrotem Himmel, verschwimmend im violetten Dunst, mit einem Sonnenloch, das durch den Nebel bricht. Die Serie zählt zu seinen stimmungsvollsten Arbeiten.

[[werke: das-parlament-sonnenuntergang-claude-monet]]

10. Die Seerosen (1897–1926)

Monets Hauptwerk sind die rund 250 Bilder vom Seerosenteich in seinem Garten in Giverny – von den ersten Ansichten mit der japanischen Brücke bis zu den riesigen Wandbildern in der Pariser Orangerie. Ihnen haben wir einen eigenen Artikel gewidmet: Monets Seerosen: die Serie, der Garten in Giverny und die schönsten Bilder.

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Was Monets Bilder so besonders macht

Monet wollte malen, was das Auge in einem bestimmten Moment sieht – nicht, was der Verstand über einen Gegenstand weiß. Deshalb setzte er reine Farben nebeneinander, statt sie auf der Palette zu mischen, und ließ die Pinselstriche sichtbar. Aus der Nähe wirken seine Bilder wie ein Teppich aus Farbflecken, aus der Entfernung fügen sie sich zu flirrendem Licht. Seine Serien zeigen, worum es ihm ging: Ein Heuhaufen oder eine Kathedrale ist nur der Anlass – das eigentliche Motiv ist die Atmosphäre.

Monet als Kunstdruck

Monets Bilder bringen Licht und Ruhe in jeden Raum. Helle Sommermotive wie das Mohnfeld oder die Frau mit Sonnenschirm wirken frisch im Wohnzimmer und im Flur, die Seerosen und Gartenbilder sorgen im Schlafzimmer für Entspannung, die Kathedralen und das Londoner Parlament sind ein Blickfang für Arbeitszimmer und moderne Räume. Auf Leinwand kommt die lebendige Pinselschrift besonders gut zur Geltung.

Alle Werke finden Sie bei Claude Monet, weitere Meisterwerke im Impressionismus und unter den berühmten Gemälden.

Häufige Fragen zu Claude Monet

Was ist das berühmteste Bild von Claude Monet?

Am bekanntesten sind „Impression, Sonnenaufgang“ (1872), das dem Impressionismus seinen Namen gab, und die Serie der Seerosen, an der Monet bis zu seinem Tod arbeitete.

Wie viele Bilder hat Monet gemalt?

Sein Werkverzeichnis umfasst rund 2.000 Gemälde, dazu kommen zahlreiche Zeichnungen und Pastelle.

Wo kann man Bilder von Monet sehen?

Die größte Sammlung besitzt das Musée Marmottan Monet in Paris. Weitere Hauptwerke hängen im Musée d’Orsay und in der Orangerie in Paris sowie in großen Museen weltweit, in Deutschland etwa im Museum Barberini in Potsdam.

Warum heißt der Impressionismus so?

Nach Monets Bild „Impression, Sonnenaufgang“. Ein Kritiker nannte die Künstler der Ausstellung von 1874 daraufhin spottend „Impressionisten“ – sie übernahmen den Begriff.

Wo hat Claude Monet gelebt?

Monet wuchs in Le Havre auf, lebte später in Paris und Argenteuil und ab 1883 bis zu seinem Tod 1926 in Giverny in der Normandie. Haus und Garten kann man dort heute besichtigen.

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